prodazu


Ich gebe hier mal eine Wikipedia-Definition an, allerdings ist sie sehr subjektiv und dazu werde ich anschließend Stellung nehmen.

Pro-Ana (Pro Anorexia nervosa) ist eine antipsychiatrische Bewegung, die den Standpunkt vertritt, Magersucht sei ein Lebensstil, keine Erkrankung.

Als Pro-Anas bezeichnen sich Mädchen und vereinzelt auch junge Männer mit Magersucht, ebenso wie viele Menschen ohne diese Diagnose, die sich stark an einem extremen Schlankheitsideal orientieren und versuchen, diesem mit radikalen Maßnahmen näher zu kommen. Bei letzteren herrscht oft kaum ein Problembewusstsein bezüglich des Suchtcharakters und der Gefahren einer Essstörung. Menschen mit diagnostizierter Magersucht und Therapieerfahrungen äußern sich eher ambivalent: Sie fühlen sich ohnmächtig gegen die Esstörung, sie können sich nicht von ihren Strategien des Gewichtsverlustes distanzieren. Ana steht für Magersucht, Mia für Bulimie. Absichtlich klingen die Bezeichnungen wie Mädchennamen, da die Betroffenen sich nach einer kindlichen Figur sehnen. Oft werden sie als Stimme der entsprechenden Essstörung verwendet, womit die eigene Ergebenheit unterstrichen wird.

Der Slogan „Anorexia is a lifestyle, not a disease“ („Magersucht ist ein Lebensstil, keine Krankheit“) kann als Provokation verstanden werden.

Betroffene nehmen häufig über das Internet Kontakt miteinander auf. Die meisten Pro-Ana-Websites sind ähnlich aufgebaut und bestehen aus einem Forum, über das sich die Betroffenen austauschen können, sowie motivierenden Inhalten wie Bildern und Zitaten, sogenannte Trigger. Die Bilder (Thinspirations) zeigen untergewichtige Stars, Menschen im Endstadium der Magersucht, aber auch extrem fettleibige Menschen als „Negativbeispiele“. Desweiteren findet man Tipps zur Gewichtsreduktion und zur Ablenkung vom Essen bzw. dem Gedanken daran, oder einen Rechner zur Ermittlung des Body-Mass-Index.

Es lassen sich einige Gründe dafür anführen, dass diese Form der Befürwortung der Essströrung religiöse Züge trägt: In diese Richtung weist die Personifizierung der Essstörung, der beispielsweise durch einen Brief von „Ana“ Ausdruck verliehen wird. Auch sind die sogenannten „Zehn Gebote“ Bestandteil der meisten Pro-Ana-Seiten.

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Meine Stellungnahme dazu:

Nur weil man pro-ana ist, sieht man die Krankheit noch lange nicht als Lebensstil an. Um sich überhaupt mit pro-ana bezeichnen zu können, muss man sich der Krankheit bewusst sein und daher ist es nicht möglich die Krankheit zu verdrängen.

Klar gibt es viele solcher Pro-Ana Seiten mit ihren Geboten und Briefen und all dem Kram.

Auf Grund der aktuellen "Wannabies" haben viele Foren ihre Aufnahmeregeln verstärkt, da dadurch die Schuldzuweisung (die ungerechtfertigt ist) eher abgewiesen werden können....

Aus der ehemaligen Pro Ana Bewegung haben sich inzwischen "Abspaltungen" ergeben: a) pro mia sowie b) pro choice
a) PRO MIA - Menschen, die sich zu ihrer Bulimie bekennen und sich dieser auch bewusst sind
b) PRO CHOICE - Menschen, die entweder gemischt aus pro-ana und pro-mia bestehen und/oder sich mit ihrer Essstörung arrangieren. Dabei wird jeder, der raus möchte unterstützt und nicht davon abgehalten.

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